In unseren Pädagogik-Leistungskursen der Q1 hatten wir vor der Projektwoche noch die Gelegenheit, eine Mitarbeiterin der Polizei zu begrüßen, die uns das Gewaltpräventionsprogramm der Polizei NRW vorstellte.
Im Unterricht hatten wir uns zuvor intensiv mit den Theorien zur Gewaltentstehung von Klaus Hurrelmann und Wilhelm Heitmeyer beschäftigt. Der Besuch bot uns die Möglichkeit, unser theoretisches Wissen zur Entstehung von Jugendgewalt durch einen praxisnahen Einblick zu erweitern und zu erfahren, wie Gewaltprävention an Schulen tatsächlich umgesetzt wird.
Die Referentin stellte verschiedene Präventionsangebote der Polizei vor und erläuterte, wie diese Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen sollen, Konflikte gewaltfrei zu lösen und Zivilcourage zu entwickeln. Darüber hinaus erhielten wir interessante Einblicke in die Arbeit der Polizei und erfuhren, welche Gewaltformen im Bonner Raum unter Jugendlichen besonders häufig vorkommen, wie die Polizei am Tatort vorgeht, welche rechtlichen Konsequenzen gewalttätiges oder strafbares Verhalten für junge Menschen haben kann und welche Bedeutung die Regelungen des Strafgesetzes für sie haben. Ein weiterer Schwerpunkt war die Auseinandersetzung mit neuen Formen von Gewalt, insbesondere im digitalen Raum. Der Workshop bot zudem zahlreiche Anlässe für Diskussionen. Die praxisnahen Einblicke in die Gewaltpräventionsarbeit der Polizei ermöglichten es uns, Verbindungen zu den zuvor behandelten Theorien von Klaus Hurrelmann und Wilhelm Heitmeyer herzustellen. Gemeinsam reflektierten wir, inwiefern sich deren Ansätze in den vorgestellten Präventionsmaßnahmen wiederfinden und wie Gewaltprävention aus ihrer jeweiligen theoretischen Perspektive gestaltet werden könnte.
Der Besuch war für den gesamten Kurs eine wertvolle Erfahrung und zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Präventionsarbeit ist und welchen Beitrag sie dazu leisten kann, Gewalt vorzubeugen und das Zusammenleben zu stärken.
